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Wie funktioniert ein Smart Mirror?

Ein Smart Mirror, auch als Magic Mirror bezeichnet, ist ein digitaler Spiegel mit integrierten Displays. Er besteht aus einem speziellen Einweg-Spiegelglas, das wie ein Spion-Spiegel von einer Seite zu einem gewissen Grad Licht hindurchlässt. Das Licht des Displays dringt durch den Einwegspiegel hindurch und ist somit auf der anderen Seite sichtbar. Alle Bereiche, die von hinten nicht beleuchtet werden oder auf dem Display schwarz sind, werden als normaler Spiegel wahrgenommen.

Themenübersicht

  1. Das richtige Vorgehen für deinen Magic Mirror
  2. Worauf kommt es bei einem Smart Mirror an?
  3. Notwendige Komponenten
    1. Spiegelgläser im Vergleich
    2. Anforderungen an das Display
    3. Hardware zur Ansteuerung
    4. Rahmen und Folierung

Das richtige Vorgehen für Deinen Magic Mirror

Es viele verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr zu Eurem perfekten Smart Mirror kommt. Am wichtigsten ist, dass Ihr Euch zuerst Gedanken über die spätere Umgebung des Smart Mirrors macht. Denn davon sind viele Komponenten abhängig. Bevor Ihr loslegt, solltet ihr also folgende Dinge beachten:

  • Prüfe die Helligkeit sowie die Umgebung deines Spiegels
  • Wähle anschließend das richtige Spiegelglas und einen Rahmen
  • Finde ein geeignetes Display
  • Bestimme die passende Hardware für deinen Anwendungsfall

Worauf kommt es bei einem Smart Mirror an?

Die wichtigsten Komponenten des Smart Mirrors, das Spiegelglas und das Display, hängen von seiner Umgebung ab. Ausschlaggebend für die Wirkung des Effekts ist die Umgebungshelligkeit. Also wie hell es im Raum durch Fenster oder künstliche Lichtquellen ist und wo sich diese im Vergleich zum Smart Mirror befinden. Wichtig ist nämlich, was ich in der Spiegelung im Hintergrund sehe: Befindet sich eine helle oder dunkle Wand gegenüber? Wo und wie stark sind vorhandene Lichtquellen? Je stärker der Kontrast zwischen Darstellung und Hintergrund, desto besser und eindrucksvoller ist die Darstellung. Helle Inhalte auf dem Display kommen daher besonder gut zum Vorschein, wenn Sie sich auf dunkleren Flächen spiegeln.

Besonders Räume mit viel Tageslicht stellen eine Herausforderung für normale Smart Mirrors dar. Es gibt aber auch für solche Zwecke spezielles Spiegelglas, um dennoch einen sehr guten Effekt zu erzielen.

Ebenso wie das Glas ist auch das Display von seiner Umgebung abhängig. Befindet sich der Smart Mirror später in einem besonders hellen Raum, so benötigt das Display auch einen ausreichend hohen Helligkeitswert. Zusätzlich spielt der Kontrastwert eine große Rolle, damit die schwarzen Flächen auf dem Display wirklich dunkel sind und somit keine Displaykanten durch den Spiegel hindurch ersichtlich sind.

Komponenten des Magic Mirrors

Wie bereits erwähnt, ist das Spiegelglas das Herzstück des Smart Mirror. Dabei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Optionen:  Spiegelfolie und Spiegelglas.

Spiegelfolie wird auf eine herkömmliche Glasscheibe oder auf Plexiglas geklebt und verwandelt diese somit in einen Spionspiegel, der auf einer Seite spiegelt.

Vorteile:

  • Günstigste Variante des Spiegels
  • Kann auf vorhandene Glasscheibe aufgeklebt werden
  • Bei Plexiglas: Leichter als herkömmliches Glas und leichter zu verarbeiten

Nachteile:

  • Qualität des Spiegelbilds ist schlechter
  • Spiegelung wirkt leicht unscharf

Das Spiegelglas ist ein spezieller Spionspiegel, der einseitig beschichtet ist.

Vorteile:

  • Höhere Qualität des Spiegelbilds
  • Verschiedene Glassorten für jede Umgebungssituation

Nachteile:

  • Höherer Preis als Folie
  • Je nach Variante höheres Gewicht des fertigen Smart Mirrors

Display

Natürlich ist auch das Display von großer Bedeutung für einen Smart Mirror. Dabei sind besonders zwei Faktoren ausschlaggebend: Die Helligkeit und der Kontrast. Die Helligkeit wird in cd/m² angegeben und sollte für ein gutes Ergebnis bei mindestens bei 250 cd/m² liegen. So kann sichergestellt werden, dass das Display hell genug ist, um durch den Spiegel zu leuchten und die Inhalte später gut erkennbar sind. Der zweite Faktor ist das Kontrastverhältnis. Dieses beschreibt den maximale Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß. Hier empfehlen wir mindestens einen natürlichen Kontrast von 3000 : 1. Dieser reicht in den meisten Fällen aus, damit die schwarzen Flächen auf dem Bildschirm dunkel genug sind um im Spiegel nicht sichtbar zu sein. Ist der Kontrast zu niedrig, sind die Displaykanten im Spiegel zu erkennen.

BenQ GW2270H 21,5 Zoll FullHD

Wichtig für den Effekt ist auch die Blickwinkelstabilität. Dabei muss man sich zunächst überlegen, ob man das Display im Querformat oder Hochformat verbauen will und dann die entsprechende Blickwinkelstabilität testen.

Die Hersteller geben hier oft Werte wie horizontal/vertikal: 178°/178° an. Unserer Erfahrung nach kann man sich jedoch auf diese Angaben nicht verlassen. Wir empfehlen daher sich an online Testberichten zu orientieren.

Zu Beginn muss man sich also für ein Display entscheiden. Dies kann sowohl durch ein gewöhnliches Tablet, ein alter Laptopbildschirm oder Monitor, aber auch ein neuer 4K OLED TV sein.

Der Vorteil des Tablets ist, dass hier die Steuerung des Displays gleich mit integriert ist. Dafür sind sie meist recht klein und man ist in der Auswahl der Größen sehr beschränkt. Eine andere Option ist das Verbauen eines alten Laptopdisplays. Mit etwas Glück kann man so sogar noch ein altes Notebook recyclen oder günstige Komponenten auf Ebay ergattern. Häufig haben jedoch LCD-Displays die besseren Kontrastwerte. Ein OLED-Panel hingegen wäre die bestmögliche Wahl. Diese haben den mit Abstand besten Kontrast, wodurch ein perfekter Effekt im Spiegelbild entsteht. Leider sind diese Displays aber nur in großen Abmessungen erhältlich und vergleichsweise kostspielig.

Rahmen & Folie

Einwegspiegel sind sehr lichtdurchlässig und müssen daher von hinten abgedunkelt werden um den gewünschten Spiegeleffekt zu erzeugen. Die beste Lösung hierfür sind schwarze Klebefolien, die in der Regel für ein paar Euro online oder in jedem Baumarkt erhältlich sind.

Um die einzelnen Komponenten des digitalen Spiegels zu verstecken und in den Spiegel zu integrieren, benötigt man außerdem noch einen Rahmen. Dabei kann das Glas entweder direkt auf diesen geklebt, oder ein etwas dickerer Bilderrahmen verwendet werden. Es ist empfehlenswert nach sog. "3D-Rahmen "oder "Objektrahmen" zu suchen, weil diese meist etwas dicker ausfallen und somit mehr Platz hinter dem Spiegel bieten. Eine der günstigsten Varianten ist ein IKEA Objektrahmen 50x50. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, online passende Bilderrahmen in den gewünschten Abmessungen zu bestellen.

Smart-Mirror ohne Display von hinten
OBEN